Corona - Mythen und Fakten

 

Ein Hinweis vorab: Das Ende 2019 neu aufgetretene Virus SARS-CoV-2 beschäftigt Bürgerinnen und Bürger, Politiker und Forscher nun seit über einem Jahr. Da es sich um eine neuartige Viruserkrankung handelt, ist eines klar: Diese Zeitspanne ist viel zu kurz, um alle Eigenschaften und Besonderheiten dieses Virus erforscht zu haben. Durch die aufgetretenen Virusmutationen hat sich dieser Prozess noch einmal verlangsamt. Das gesellschaftliche und politische Handeln muss sich deshalb auf die bisherigen Erkenntnisse und die Expertise von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stützen. Da beständig neue Erkenntnisse gesammelt werden, müssen auch die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus immer wieder angepasst werden. Daraus ergeben sich Unsicherheiten, mit denen wir derzeit – noch – leben müssen. Das Ziel ist und bleibt jedoch, möglichst wirkungsvoll und exakt auf das aktuelle Infektionsgeschehen zu reagieren und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

 

In der Diskussion werden immer wieder Behauptungen angeführt, die nicht zutreffend sind. Wir haben uns einige der häufigsten Mythen herausgegriffen und ihnen Fakten gegenübergestellt. Diese Seite wird kontinuierlich ergänzt, wenn sich neue Diskussionen ergeben. Bisher haben wir nachstehende Punkte bearbeitet – klicken Sie auf den Punkt, der Sie interessiert, um direkt zu weiteren Informationen zu gelangen:

 

 
 

Masken

Behauptung
Studien belegen, dass das Tragen von Masken ernste gesundheitliche und psychosoziale Schäden verursacht.

Fakten

  • Gesundheitliche Schäden, die durch das Tragen von Masken ausgehen, sind nicht bekannt. Es ist ausgesprochen unwahrscheinlich, dass ein Mensch lebensbedrohliche Symptome entwickelt, weil er eine Maske trägt. Das gilt auch für Kinder.
  • Verschiedene Berufsgruppen (Lackierer, Ärzte, etc.) nutzen derartige Masken schon jahrelang – auch hier gab und gibt es keinerlei Anzeichen von negativen gesundheitlichen oder psychischen Folgen.
  • Psychische Schäden durch das Tragen von Masken sind nicht nachgewiesen. Nachweisbar ist, dass der Lockdown und die damit verbundenen Belastungen – weniger Kontakt zu Gleichaltrigen, Stress und Konflikte zuhause – seelisch belastend wirken können.
  • Verzögerungen in der Entwicklung von Kleinkindern: Experten halten es für unwahrscheinlich, dass sich die Entwicklung von Kleinkindern verzögert, wenn die Erwachsenen, mit denen sie zu tun haben, vorübergehend Masken tragen. Entwicklungspsychologen empfehlen jedoch, bei längerer Betreuung die Masken wegzulassen.

 

Behauptung
Es gibt keine wissenschaftliche Studie, „die zweifelsfrei belegt, dass Masken, so wie sie hier angeordnet sind beziehungsweise getragen werden, Schutz vor gefährlichen Viren bieten.

Fakten

  • Community-Masken dienen in erster Linie dem Schutz anderer. Somit wirkt die Maskenpflicht vor allem dann, wenn sich alle Menschen daran halten.
  • Experimente mit verschiedenen Mund-Nasen-Bedeckungen haben gezeigt, dass sie die Ausbreitung von Aerosolen, den infektiösen Partikeln und Tröpfchen, bremsen: Schon einfache Baumwollmasken können das leisten; Halstücher und Fleeceschals haben in den Tests schlechter abgeschnitten.
  • FFP2-Masken gewährleisten, anders als die so genannten Community-Masken auch einen Eigenschutz.

nach oben

 

Umgang mit Kindern

Behauptung
Kinder sind und waren nie ernsthaft gefährdet durch Covid-19. Auch eine Gefährdung der Lehrer durch ihre Schüler ist so gut wie ausgeschlossen.

Fakten

  • Ein tödlicher Verlauf von Covid-19 ist bei Kindern sehr selten – schwere oder tödliche Verläufe sind aber weltweit auch schon bei Kindern aufgetreten.
  • Wie gefährdet Lehrer sind, sich bei ihren Schülerinnen und Schülern anzustecken, ist noch nicht abschließend erforscht. Erste Forschungsergebnisse aus Deutschland zeigen jedoch, dass die Viruslast von Kindern und Erwachsenen, die Symptome haben, vergleichbar hoch ist und damit auch die Gefahr einer Weitergabe der Erkrankung – gerade in engen Räumen wie einem Klassenzimmer.
  • Wenn Kinder auch seltener einen schweren Verlauf der Krankheit erleiden oder sogar symptomfrei bleiben, können sie das Virus übertragen und beispielsweise Eltern oder Großeltern infizieren.
  • Vor allem die Spätfolgen einer Erkrankung am Coronavirus sind derzeit noch nicht abzuschätzen – es gibt aber bereits Berichte von jungen Menschen ohne Vorerkrankungen, die an langanhaltenden Beschwerden wie Atemnot, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns etc. leiden.

nach oben

 

Impfungen

Behauptung
Die Corona-Impfungen sind unnötig und gesundheitsgefährdend.

Fakten

  • Impfungen können schwere Verläufe oder sogar das Ausbrechen von Viruserkrankungen, auch von Covid-19, verhindern.
  • Bevor ein Impfstoff auf den Markt kommt, muss er seine Sicherheit bei klinischen Tests beweisen. Sie umfassen drei Phasen. Die Anzahl der Probandinnen und Probanden nimmt mit jeder Testphase zu. Nur, wenn der Nutzen der Impfung eindeutig ihre Risiken überwiegt, erhält ein Impfstoff eine Zulassung.
  • In Europa werden die Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus so intensiv geprüft, dass sie nicht nur eine Notzulassung, sondern bereits eine reguläre Marktzulassung erhalten. Dies ist beispielsweise auch bei den Impfstoffen gegen Tetanus, den Röteln, Hepatitis B und anderen gängigen Impfstoffen der Fall.
  • Die Impfstoffe, die in Europa bereits von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen wurden, werden vor der Freigabe nochmals zusätzlich behördlich kontrolliert. Das Paul-Ehrlich-Institut des Bundes gibt erst dann die geprüften Chargenlieferungen des Impfstoffs frei. So wird eine gleichbleibende Qualität der Präparate, die an die Bundesländer ausgeliefert werden, sichergestellt.

 

Behauptung
Die Corona-Impfungen sind wirkungslos – man kann sich trotzdem anstecken.

Fakten

  • Aufgabe der Impfung ist es in erster Linie, zu verhindern, dass geimpfte Personen besonders schwere Covid-19-Verläufe erleiden. Im besten Fall bricht die Krankheit bei geimpften Personen gar nicht aus. Damit rettet die Impfung Leben und verhindert eine Überlastung des Gesundheitssystems.
  • Im Idealfall kann eine Impfung die Weitergabe der Viren verhindern. Wie sich das SARS-CoV-2-Virus verhält – ob also geimpfte Personen das Virus noch weitergeben können – konnte noch nicht mit letzter Gewissheit festgestellt werden. Dafür gibt es bislang schlicht zu wenig geimpfte Personen.

 

Behauptung
Der Impfstoff verändert das Genom des Geimpften.

Fakten

  • Es werden zwei Impfstoffarten unterschieden: RNA- und DNA-basierte Impfungen.
  • Die Impfstoffe der Hersteller BioNtech/Pfizer und Moderna sind so genannte mRNA-Impfungen. mRNA steht für Messenger-RNA, übersetzt: Boten-RNA.
  • RNA-Impfungen transportieren die Baupläne für Virus-Antigene in die menschlichen Zellen. Dort werden dann Proteine gebildet, mit denen der Körper die Virusinfektion abwehrt.
  • Bei DNA-Impfstoffen würde dagegen ein kleiner Teil der DNA des SARS-CoV-2-Virus, also seines Bauplans, in die menschliche Zelle übertragen. Der Körper kann dann bereits Abwehrproteine bilden und weiß sich zu helfen, wenn es zu einer SARS-CoV-2-Infektion kommt. Bisher befindet sich kein DNA-Impfstoff in der Zulassungsphase.
  • Keiner der beiden Impfstoffe verändert das Erbgut des Menschen. In beiden Fällen wird der Körper durch die Impfung lediglich mit Ausschnitten aus dem Erbgut des Virus oder Bauplänen für Eiweißstoffe, die das Virus abwehren, konfrontiert und somit in die Lage versetzt, sich gegen einen Virenbefall zu wehren. Bei Krebspatienten werden ähnliche Methoden angewandt.
  • Die Impfstoffe von AstaZeneca und Johnson & Johnson hingegen sind Vektorimpfstoffe. Diese begünstigen die Bildung von spezifischen Antikörpern und von T-Zellen. Beide sind für die Immunabwehr wichtig. Auch der Impfstoff gegen die Ebola-Krankheit ist ein Vektorimpfstoff.

 

Behauptung
Der Impfstoff hilft gegen das mutierte Virus nicht mehr.

Fakten

  • Mutationen sind bei Viruserkrankungen nichts Außergewöhnliches.
  • Das Coronavirus mutiert dabei im Vergleich zum Grippevirus sogar weniger stark.
  • Nach derzeitigem Erkenntnisstand scheinen die Impfstoffe von BioNtech/Pfizer und Moderna auch gegen Mutationen des Coronavirus wirksam zu sein, für den AstraZeneca-Impfstoff ist dies noch nicht abschließend geklärt.

 

Behauptung
Die Entwicklung und Zulassung des Impfstoffs gingen zu schnell – dadurch wurde nicht ausreichend auf Qualität geachtet.

Fakten

  • Richtig ist, dass die aktuell zugelassenen Corona-Impfstoffe schneller zugelassen wurden als andere Impfstoffe.
  • An der den mRNA-Impfstoffen zugrundeliegenden Methode wird bereits seit Jahren geforscht, etwa in der Krebstherapie.
  • Es besteht international ein außergewöhnlich hohes Interesse, schnell Zugang zu Corona-Impfstoffen zu haben. Aufgrund der hohen Dringlichkeit wurde viel Geld in die Entwicklung investiert. So konnten beispielsweise Studien ohne Zeitverzögerung in großem Stil durchgeführt werden.
  • Die Zulassung des Corona-Impfstoffs wurde durch die Zulassungsbehörden priorisiert, die Daten aus den Testphasen wurden dabei parallel an die jeweiligen Stellen übermittelt. Deswegen konnten die forschenden Firmen und Labore Zeit sparen und so schneller von einer Prüfphase in die nächste wechseln.
  • Dabei wurden keine Abstriche bei Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Impfstoffe gemacht.
  • Wie bei allen anderen Impfstoffen wurden die Corona-Impfstoffe an ausreichend vielen Personen getestet und die unweigerlich auftretenden Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert.
  • Die in Europa zugelassenen Impfstoffe erhalten eine reguläre Marktzulassung, nicht nur eine Notfallzulassung.

 

Behauptung
Das Bild einer Impfstoff-Dosis von AstraZeneca mit dem Datum 15. März 2020 beweist, dass die Corona-Pandemie geplant gewesen sein muss.

Fakten

  • Die Universität Oxford, die zusammen mit dem Pharmakonzern AstraZeneca den Impfstoff entwickelt hat, begann ihre Forschungen bereits im Januar 2020, kurz nachdem das SARS-CoV-2-Virus aufgetreten war.
  • Das Bild der Impfstoff-Dose mit dem Datum 15. März 2020 stammt aus einem Video der englischen Presseagentur PA vom Juli 2020, in dem erklärt wird, wie der Impfstoff funktioniert und dass in den ersten klinischen Tests bereits Immunreaktionen beobachtet wurden.
  • Die besagte Impfstoff-Dose stammt demnach aus der Forschungsphase der Universität Oxford.
  • Traditionell entwickelt diese Vektorimpfstoffe. Dabei wird ein für den Menschen ungefährliches Virus genutzt, dem ein kleiner Teil des Erbguts des SARS-CoV-2-Erregers eingepflanzt wird.
  • So wird eine Immunreaktion im menschlichen Körper erzielt – wir bilden Abwehrkräfte gegen Covid-19.
  • Diese schnelle Reaktion auf einen neuartigen Erreger war möglich, da die Universität bereits seit Jahren mit Vektorimpfstoffen arbeitet.
  • So sind beispielsweise auch Impfstoffe gegen Influenza, das Zika- und MERS-Virus oder Meningitis B Vektorimpfstoffe.

 

nach oben

 

Vergleich mit anderen Krankheiten

Behauptung
Corona ist eigentlich nur eine andere Form der Grippe.

Fakten

Richtig ist, dass sich einige Symptome beider Krankheiten ähneln. Jedoch lassen sich verschiedene Unterschiede zwischen den beiden Erregern feststellen:

  • Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbildung erster Symptome (Inkubationszeit) liegt bei der Influenza bei ca. drei Tagen. Das Coronavirus weist eine Inkubationszeit von 5 bis 6 Tagen auf.
  • Durch die längere Inkubationszeit kann das Coronavirus unbemerkt an mehr Menschen weitergegeben werden.
  • Das SARS-CoV-2-Virus ist zudem generell ansteckender als das Grippevirus, gegen welches die breite Bevölkerung zumindest eine Grundimmunität aufgebaut hat.
  • Die meisten SARS-Cov-2-Viren sammeln sich im Rachenraum – und nicht, wie bei der Grippe, in der Lunge – an. Dadurch geht eine höhere Gefahr durch eine Ansteckung über Aerosole aus.
  • Schwere bis lebensbedrohliche Krankheitsverläufe sind häufiger als bei der Grippe – viele Patienten müssen auf den Intensivstationen beatmet werden, was zu einer potentiellen Überlastung der Krankenhäuser führt.
  • Aufgrund der Neuartigkeit des Coronavirus lässt sich noch nicht seriös beantworten, wie hoch die Sterblichkeitsrate ist. Die Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zu den Sterbefallzahlen im Jahr 2020 legt eine Übersterblichkeit in Deutschland nahe. Die Sterberate lag im Dezember 2020 31% über derjenigen der Vorjahre.
  • Diesen Anstieg führen sowohl das Robert-Koch-Institut als auch das Statistische Bundesamt auf die Corona-Pandemie zurück. Gleichzeitig wird auf eine hohe Dunkelziffer hingewiesen: die Sterblichkeit könnte aufgrund von unentdeckten Infizierungen noch viel höher sein.

 

Behauptung
Das Coronavirus ist nicht neu, sondern war immer schon an Grippeinfektionen beteiligt.

Fakten

  • Richtig ist, dass es die Coronaviren schon seit vielen Jahren gibt. Die Virusvariante SARS-CoV-2 ist jedoch ein neuer Erreger, der Ende 2019 erstmals aufgetreten ist.
  • Daher stammt auch der Name „Covid-19“.

nach oben

 

Tests

Behauptung
Die Tests sind zu 85% falsch-positiv.

Fakten

  • Man muss zwischen verschiedenen Corona-Tests unterscheiden: Es gibt den PCR-Test und den Antigen-Test, auch als (Antigen-)Schnelltest bekannt.
  • PCR-Tests sind genauer als Antigen-Schnelltests: Bei PCR-Tests kommt es weniger häufig vor, dass eine Ansteckung mit Covid-19 diagnostiziert wird, obwohl diese Person gar nicht mit dem Virus infiziert ist.
  • Die Fehlerquote von gängigen PCR-Tests liegt bei ca. 1 bis 2 Prozent. Wenn es zu falschen Ergebnissen kommt, liegt dies meistens an Fehlern bei der Durchführung des Abstrichs oder daran, dass zum Zeitpunkt der Testung keine Viren mehr im Rachenraum zu finden waren, da sich diese bereits an einer anderen Stelle des Körpers ansiedelten.
  • Für PCR-Tests werden die Probenentnahmen (zumeist Abstriche) im Labor ausgewertet.
  • Schnelltests bringen schon nach 30 Minuten ein Ergebnis. Sie können jedoch nicht angeben, ob die getestete Person das Virus in sich trägt oder nicht. Es wird lediglich festgestellt, ob von dieser Person zum Zeitpunkt der Testung ein Ansteckungsrisiko ausgeht.
  • Weitere Informationen darüber, wie falsch-negative bzw. falsch-positive Ergebnisse zustande kommen und welche wissenschaftlichen Variablen den Testverfahren zugrunde liegen, finden Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts.

 

Behauptung
Die Fallzahlen steigen eigentlich gar nicht, sondern entstehen nur durch die verstärkten Testungen.

Fakten

  • Im Vergleich zum Frühjahr 2020 wird in der Tat mehr getestet.
  • Dadurch steigen auch die Infektionszahlen, weil Infektionen aufgedeckt werden, die sonst womöglich nicht aufgefallen wären (Reduzierung der Dunkelziffer). Durch vermehrte Tests können Infektionsketten effektiver nachvollzogen und durchbrochen werden.
  • Parallel zu den steigenden Infektionszahlen waren im vergangenen Herbst und Winter ein Anstieg der Patienten auf den Intensivstationen und eine Zunahme der Todesfälle zu verzeichnen. Der Anstieg der Fallzahlen ist also tatsächlich vorhanden und kein rechnerischer Effekt von vermehrtem Testen.

 

Datenschutz

Behauptung
Die Corona-Warn-App untergräbt alle bisher getroffenen Datenschutzbestimmungen.

Fakten

  • Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben.
  • Die Smartphones „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom RKI festgelegten Kriterien zu Abstand und Dauer einer Begegnung erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus.
  • Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren.
  • Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie eine Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Diese Prüfung erlaubt zu keinem Zeitpunkt Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

nach oben

 

Eingriffe des Staates

Behauptung
Der Staat möchte Kontrolle über die Bürgerinnen und Bürger erreichen und nimmt die Corona-Krise als Vorwand, um massiv Freiheitsrechte einzuschränken.

Fakten

  • Die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind durch das Infektionsschutzgesetz legitimiert: Es hat zum Zweck, übertragbare Krankheiten vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern – es dient dem Schutz der Bevölkerung vor Infektionskrankheiten.
  • Die – vorübergehende – Einschränkung von Grundrechten kann eine notwendige Schutzmaßnahme sein. Jede Maßnahme dieser Art muss angemessen, geeignet und verhältnismäßig sein.
  • Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen überprüfen, ganz im Sinne der Gewaltenteilung, die Gerichte in Deutschland.
  • Priorität sollte das Grundrecht auf Leben haben, welches durch die Corona-Pandemie gefährdet ist.
  • Um dieses Grundrecht zu schützen, werden andere Grundrechte (z.B. die Versammlungsfreiheit) vorübergehend eingeschränkt.

nach oben

 

Bayerischer Sonderfonds Corona-Pandemie

Behauptung
Die Bayerische Staatsregierung wusste schon im Jahr 2019 von der drohenden Pandemie. Wie konnte sie sonst bereits im Mai 2019 einen „Sonderfonds Corona-Pandemie“ ins Leben rufen?

Fakten

  • Der „Sonderfonds Corona-Pandemie“ wurde erst nach der ursprünglichen Fassung des Gesetzes beschlossen. Bereits der Zusatz „a“ nach dem Artikel verweist auf eine nachträgliche Änderung. Das Datum der Ursprungsfassung bleibt unverändert, auch wenn im Gesetz noch nachträglich Änderungen vorgenommen werden.
  • Alle Änderungen eines Gesetzes können durch das sog. Vollzitat (hier: „Haushaltsgesetz 2019/2020 (HG 2019/2020) vom 24. Mai 2019 (GVBl. S. 266, BayRS 630-2-22-F), das zuletzt durch § 1 des Gesetzes vom 27. April 2020 (GVBl. S. 238) geändert worden ist.“) nachvollzogen werden.
  • Die Kreditermächtigung für den Sonderfonds Corona-Pandemie wurde erst am 19. März 2020 nachträglich in das Gesetz aufgenommen.
Quelle: Bürgerbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung
 

Quellen

(Auswahl, in alphabethischer Reihenfolge)

Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte

https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

Bundesministerium für Bildung und Forschung

https://www.bmbf.de/de/das-sollten-sie-ueber-impfstoffe-wissen-12724.html

Bundesregierung

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app/corona-warn-app-faq-1758392

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/mythen-impfstoff-1831898

Bundeszentrale für politische Bildung

https://www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/306942/corona-und-verschwoerungstheorien

https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/coronavirus/307395/grundrechte

Correctiv.org

https://correctiv.org/faktencheck/2021/03/26/dieses-foto-einer-impfstoff-dose-von-astrazeneca-von-maerz-2020-beweist-nicht-dass-die-pandemie-geplant-war/

Paul-Ehrlich-Institut

https://www.pei.de/DE/service/faq/coronavirus/faq-coronavirus-node.html;jsessionid=6D7D2D60D471969A010C136C825E150B.intranet211

Robert-Koch-Institut

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Teststrategie/Nat-Teststrat.html;jsessionid=45D8BC882603275EE9D2ADE3FD1390A6.internet101?nn=13490888

Statistisches Bundesamt

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

 

drucken nach oben